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Jodi Ellen Malpas: Lost in You - gefährliches Bekenntnis

Jodi Ellen Malpas
Lost in You. Gefährliches Bekenntnis

 

Goldmann, 2015

Endlich scheint der Liebe zwischen Ava und Jesse nichts mehr im Wege zu stehen. Die Beziehung der beiden ist innig, Ava kann sich dem dominanten, temperamentvollen Jesse bedingungslos hingeben. Gleichzeitig ist sie die einzige, der Jesse von Zeit zu Zeit einen Blick hinter sein undurchdringliches, selbstbewusstes Äußeres gewährt. Doch kaum hat Ava das Gefühl, den wahren Jesse kennengelernt zu haben, belastet seine dunkle Vergangenheit erneut ihre Beziehung. Wie kann sie ihm vertrauen, wenn er so verführerisch-lustvoll von seinen Geheimnissen ablenkt? Ava weiß: Ihre Liebe hat nur eine Zukunft, wenn Jesse endlich die Wahrheit offenbart und sich aufrichtig zu Ava bekennt … Band 3 der Lost in you-Trilogie.

 

auch als E-Book erhältlich


 

Leseprobe

 

Er drückt mich rücklings aufs Bett und streift mein Höschen ab, mit dem BH macht er ebenfalls kurzen Prozess. Er beeilt sich, aber ist trotzdem nicht schnell genug. Meine Ungeduld macht mich fertig – das und sein herrlich nackter Körper über mir. Ich muss ihn berühren. Ich setze mich auf, lege die Hände auf seinen knackigen Arsch und ziehe ihn zu mir, bis er zwischen meinen gespreizten Beinen steht, sein Bauch in Höhe meiner Augen. Sachte streife ich mit den Lippen über seinen Unterleib, küsse mich hinüber zu seiner Narbe. Sie schreckt mich nicht mehr. Sie ist ein sichtlicher Makel, ein Mangel an seinem schönen Körper, aber für mich wird er dadurch nur noch perfekter. Mein perfekter, unperfekter Adonis. Mein Gott. Mein Mann.

Seine Finger kämmen durch meine Haare, mein Blick wandert an seinen festen Bauchmuskeln hinauf, über seine Brust bis zu seinen grünen Augen. Sie sind voller Liebe. Keine Begierde, keine fleischliche Lust, sondern Liebe.

Er wird mich nicht ficken. Er wird mich zärtlich lieben, und das macht er wunderbar, aber ich sehne mich nach seiner Wildheit, sehne mich danach, nicht mehr behandelt zu werden, als wäre ich ein rohes Ei. Geschmeidig gleiten meine Hände an seinem Torso hinab, bis sie auf den v-förmigen Bauchmuskeln ruhen. Ich beuge mich vor und küsse sie, dann arbeite ich mich wieder nach oben hoch, richte mich auf, bis ich seinen Hals betaste. Jesse lässt sich auf meine Forderung nach Küssen ein; schwerelos hebe ich mich ihm entgegen und verschränke die Beine auf seinem Rücken.

Heftige Zungenküsse.

Zärtliche Küsse.

Alles verzehrende Küsse.

Er legt mich nicht aufs Bett. Er geht mit mir ins Badezimmer und setzt sich rittlings auf die Chaiselonge. Ich stehe über ihm, er sieht zu mir hinauf. „Wir müssen uns wieder vertragen.“ Er reißt mich an sich, und unsere Münder prallen aufeinander. „Meine“, murmelt er an unseren unermüdlich miteinander ringenden Zungen vorbei.

Ich ziehe an seinen Haaren, versuche, seine animalische Seite hervorzulocken. Er weiß, was ich will und brauche, er weiß es verdammt gut, und er wird es mir geben.

„Mein Mädchen will es hart.“ Er löst sich von mir, und jetzt bin ich diejenige, die murrt. Keuchend und schwitzend sieht Jesse mich an. Er will es mir hart besorgen, ich erkenne es an seinem glasigen Blick. Seine grünen Augen sind verhangen, dunkel vor Lust.

Vorsichtig drückt er mich nach unten, bleibt aber aufrecht, bereit, in mich einzudringen, doch in dem Moment versteife ich mich und rühre mich nicht vom Fleck. Auch wenn ich mich wie von Sinnen nach ihm sehne, darf ich meine Vernunft nicht ausschalten, so wie ich es in den letzten Wochen getan habe. Er hat kein Kondom übergezogen, und nach seinem Drängen zu urteilen, weiß Jesse ganz genau, warum ich mich nicht bewege.

„Jesse …“ Mein Keuchen verrät meine aufgestaute Lust.

„Ava, ich nehme dich jetzt, und du wirst mich nicht mit lächerlichen Forderungen aufhalten.“ Er reißt mich an sich, presst die Lippen auf meine, schiebt seine Zunge mit tödlicher Entschlossenheit in meinen Mund. Ich versuche nicht, ihm zu widerstehen, will es gar nicht. Vielleicht kommt jetzt der harte Fick, auf den ich schon so lange warte.

Er presst seine Lippen auf meine, hebt leicht das Becken und gleitet mühelos in mich hinein. Wie von selbst schlinge ich die Beine um seine Taille, verschränke die Knöchel und presse mich noch fester an ihn.

„O Gott“, keucht er an meinem Mund, „einfach perfekt.“